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Shared Space: Auch Straßen können voller Leben sein!
Neues Netzwerk fördert Austausch und Diskussion über das Konzept "Shared Space"
Berlin, 14. März 2013. Straßen die zum Verweilen einladen, Kreuzungen in Dörfern, die einem Marktplatz ähneln. Viele Straßen könnten lebendiger sein, wenn sie weniger stark vom Autoverkehr dominiert wären. Ein gleichberechtigtes Miteinander Aller im Verkehr, ein stadtverträgliches Tempo und individuelle Gestaltung – das ist die Idee, die sich hinter dem Begriff "Shared Space" verbirgt. Auf Verkehrsschilder und Ampeln wird dabei weitestgehend verzichtet.
In den Niederlanden und in Großbritannien haben schon zahlreiche Kommunen das Konzept erfolgreich umgesetzt. Mittlerweile trauen sich auch immer mehr deutsche Städte, Straßenräume als Gemeinschaftsräume zu definieren. Um die Idee bekannter zu machen, informiert ab sofort ein neues Netzwerk der Verbände aus ökologischem Verkehrsclub VCD, der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung SRL, dem Fachverband Fußverkehr FUSS e.V. und dem Radfahrerverband ADFC. Auf dem Portal www.netzwerk-sharedspace.de werden Interessierten Einsatzbereiche aufgezeigt, es gibt Hinweise zur rechtlichen Situation und der Umsetzung von Modellprojekten. Aktuelle Projekte werden vorgestellt.
Anja Hänel, Referentin für Verkehrssicherheit beim VCD: „Mobil sein ist mehr als nur Autofahren. Wir brauchen eine Mobilitätskultur, die sich an den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer orientiert, auch an den Radfahrern und Fußgängerinnen. Shared Space ist eine Möglichkeit, solch ein friedliches Miteinander auf der Straße zu schaffen.“ Diese Botschaft versucht das Netzwerk nun über die Fachkreise hinaus populär zu machen.
Auf der Suche nach deutschen Beispielen, fällt der Blick zunächst immer wieder auf Bohmte. Die 13.000-Einwohner-Stadt bei Osnabrück in Niedersachsen hat 2008 ihren Schilderwald deutlich reduziert. Da Neues seine Zeit braucht, stiegen zunächst die Unfälle mit leichtem Sachschaden minimal an. Allerdings sind die Unfälle mit Personenschaden seit der Einführung prozentual gesunken. Auch die Einwohner sind überwiegend zufrieden, dies belegt eine repräsentative Zufriedenheitsanalyse der Hochschule Osnabrück.
Aktuell verfolgen über 40 Städte in Deutschland die Idee von Shared Space – unter ihnen sind sowohl Klein- als auch Großstädte. Thomas J. Mager, Vorsitzender der SRL: „Die Entwicklung bestärkt uns. Egal ob in Hamburg oder Aachen: wo Shared Space zum Einsatz kommt, steigt die Aufenthaltsqualität. Die Verlangsamung des Verkehrs ermöglicht die intuitive Kommunikation über Augenkontakt und Gesten. Das schult die gegenseitige Rücksichtnahme. Eine Voraussetzung damit der Verkehr ohne Schilder funktioniert.“
Neben Informationen wie Shared Space umgesetzt werden kann, bietet das Netzwerk die Möglichkeit zum intensiven Austausch sowie einer aktiven Beteiligung. Immer im Blick das Ziel: Eine nachhaltige Mobilität, wo Autofahrer, Fahrradfahrer und Fußgänger gleichberechtigt unterwegs sein können.
Das Netzwerk Shared Space, ein Zusammenschluss des VCD, FUSS e.V., SRL und ADFC hat das Ziel, Konzepte wie Shared Space, Begegnungszone und verkehrsberuhigte Bereiche stärker in die Öffentlichkeit zu tragen und zu diskutieren. Erstmals präsentiert sich das Netzwerk am Wochenende des 16./17. März auf dem 19. Bundesweiten Umwelt- und Verkehrskongress (BUVKO) in Berlin. Am 16. März ab 17.30 Uhr im Raum MA144, TU Berlin „Mathegebäude“.
Rückfragen: Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Die Pressemitteilung als Download: Shared Space: Auch Straßen können voller Leben sein!
Für eine zeitgemäße Reform der Grundsteuer!
SRL unterstützt den bundesweiten Aufruf "Für eine zeitgemäße Reform der Grundsteuer"
Die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) e.V. unterstützt den Aufruf "Grundsteuer:Zeitgemäß!". Der Aufruf wurde von mehreren Bürgermeistern aus verschiedenen Bundesländern, dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) sowie Prof. Dr. Dirk Löhr von der Hochschule Trier erarbeitet und heute veröffentlicht. Die entsprechende Internetseite www.grundsteuerreform.net ist freigeschaltet. Der Aufruf richtet sich an die Finanzminister der Länder und an die kommunalen Spitzenverbände. Bereits zahlreiche weitere Bürgermeister und Verbände unterstützen den Aufruf. Die Unterzeichner wollen, dass im Vorfeld der bevorstehenden Reform der Grundsteuer auch Varianten untersucht werden, bei denen nicht mehr Boden und Gebäude, sondern nur noch der Boden besteuert wird. Eine solche rein bodenbasierte Grundsteuer befördert Investitionen in Gebäude, stärkt die Ortskerne, hilft Natur und Landschaft vor weiterer Zersiedlung zu bewahren und hat zahlreiche weitere soziale und wirtschaftliche Vorteile. Über die Internetseite www.grundsteuerreform.net
können sich Bürgermeister, Verbände und sonstige Unterstützer dem Aufruf anschließen.
Verleihung des Deutschen Verkehrsplanungspreises 2012
Verleihung des Deutschen Verkehrsplanungspreises 2012 am 14. November 2012 in Offenburg im Rahmen der ecomobil und der SRL-Jahrestagung 2012 in Kooperation mit dem vcd
Region Hannover siegt "Verkehrsentwicklungsplan pro Klima"
Neue Konzepte zeigen, Klimaschutz und Verkehr sind miteinander vereinbar
Klimaschutz im Verkehr – ein Widerspruch? Nein. Seit der Erkenntnis, dass mehr als 20% der CO2-Emissionen durch den Verkehr verursacht werden, diese allerdings schon durch verkehrsvermeidende planerische Maßnahmen deutlich gesenkt werden können, wird in den Kommunen verstärkt an klimaverträglichen Verkehrskonzepten gearbeitet.
Die besten Projekte zeichnet die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) e.V. in Kooperation mit dem ökologischen Verkehrsclub VCD mit dem Deutschen Verkehrsplanungspreis aus.
Ziel ist es, Projekte, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sichtbar und bekannt zu machen.
Deutscher Verkehrsplanungspreis 2012. Ausschreibung und Wettbewerbsergebnis
Artikel aus der PLANERIN 5/2012
Autor: Rainer Bohne
Mönchengladbacher Erklärung der SRL zur kommunalen Armut
Mönchengladbacher Erklärung
(PDF-Dokument, ca. 1,7 MByte)
Anhörung im Bundestagsausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Anhörung im Bundestagsausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am 28. September 2011
Pressemitteilung Deutscher Bundestag: Experten fordern Erhöhung des Städtebauförderung
(PDF-Dokument, ca. 871,2 KByte)
Stellungsnahme der SRL - Anträge zum Klimaschutz in der Stadt und zur klimagerechten Stadt
(PDF-Dokument, ca. 2,5 MByte)
Stadtentwicklung als Spielball politischer Machtkämpfe
Stadtentwicklung als Spielball politischer Machtkämpfe. Pressemitteilung der SRL zur Zukunft der Städtebauförderung
Die Städtebauförderung befindet sich seit 2010 in einer Abwärtsspirale. Bereits im letzten Jahr haben die Fachverbände und kommunalen Spitzenverbände gegen die Kürzung der Bundesmittel für die Städtebauförderung protestiert. Trotzdem wurden die Mittel von 535 Mio. € in 2010 auf 455 Mio. € für 2011 reduziert. Aktuell steht eine weitere Kürzung auf nur noch 410 Mio. € im Raum. Diese Entwicklung macht deutlich, dass die Regierung nicht erkennt, warum seit über 40 Jahren die Städtebauförderung für eine sinnvolle Stadtentwicklung und Strukturpolitik notwendig ist. Die in Studien nachgewiesenen 7 bis 8,5 Euro an privaten Investitionen, die pro Euro Städtebauförderung in die Städte investiert werden, sollten für eine auf wirtschaftlichen Mehrwert ausgerichtete Regierung Grund genug sein, an der Fördersumme nicht zu rütteln.
Dokumentation: Bericht zum Sommercamp
Dokumentation: Bericht zum Sommercamp "Nachbarschaften in kleinen Städten und Landkreisen"
Vier bereichernde Tage des interdisziplinären Arbeitens
21.-24. Juli 2011 in Darmstadt





