>> Verlängerung der Einreichungsfrist bis zum 30. September <<

 

"QUALITÄT DER NÄHE.
Attraktiver Aufenthalt und sicheres Erreichen von Stadtteil- und Ortszentren"

Die aktuellen Diskussionen zeigen es überdeutlich, ein weiter so im Verkehrssektor kann und darf es nicht geben. Gleichzeit sind in den letzten Jahren viele gute Ideen zur Verkehrswende bereits umgesetzt worden. Mit dem Verkehrsplanungspreis wollen wir dazu beitragen, diese breiter bekannt zu machen und zur Nachahmung anzuregen.

Die Vereinigung für Stadt- Regional- und Landesplanung (SRL) e.V. lobt daher in Kooperation mit dem VCD – Verkehrsclub Deutschland zum siebten Mal den Deutschen Verkehrsplanungspreis aus. 

 Im Fokus des diesjährigen Verkehrsplanungspreises stehen Stadteil- und Ortszentren. Durch die Coronapandemie hat die Stadt der kurzen Wege eine Renaissance erfahren, das Wohnumfeld wurde und wird verstärkt zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet und neu entdeckt. Diesen Schwung gilt es zu nutzen, auch um die zugleich zu beobachtende Zunahme an Pkw- Verkehr und die Abkehr vom ÖPNV zu stoppen.

Gesucht werden realisierte Projekte oder integrierte Konzepte aus Deutschland aus den Jahren 2016 bis 2021, die die Aufenthaltsqualität von Stadtteil- und Ortszentren erhöhen und gewährleisten, dass man sie sicher und über attraktive Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem ÖPNV erreichen kann. Die Beiträge zeigen, wie in Stadteil- und Quartierszentren die Flächenansprüche des Fuß- und Radverkehrs berücksichtigt werden können und wie durch einen qualitätvollen Zugang zum öffentlichen Verkehr sowie durch kurze Wege ein Beitrag zum kommunalen Klimaschutz geleistet werden kann. Geplante bzw. bereits realisierte Klimaanpassungsmaßnahmen erhöhen darüber hinaus die Resilienz der Stadtteil- und Ortszentren. Maßnahmen zum Erhalt oder der Wiederherstellung von Nahversorgungsangeboten können dabei eine unterstützende Rolle spielen. Maßnahmen zur Dämpfung der lokalen Motorisierung, z.B. Sharing-Konzepte wie Car-, Bike-, Lastenrad-Sharing, stadtverträgliche Logistiklösungen, Ladeinfrastruktur zur Elektromobilität, sollten integriert sein.

Um seine Wirkung voll zu entfalten, sollte zu erkennen sein, dass das Projekt Teil einer integrierten Stadt- und Verkehrsentwicklungsstrategie ist.

Mit dem Deutschen Verkehrsplanungspreis wird die Planungskultur gefördert. Gewürdigt werden Projekte und Konzepte, die komplexe Aufgaben innovativ und ressortübergreifend lösen und ggf. Kooperationen in der Stadt- und Verkehrsplanung anstoßen. Dadurch werden Beispiele sichtbar und bekannt, die sich gleichermaßen durch eine integrierte Stadt- und Verkehrsplanung, hohe Gestaltqualität und verbesserte Umweltsituation auszeichnen.

KRITERIEN FÜR DIE BEWERTUNG

Die eingereichten Arbeiten sollen sich in ihrer Darstellung und Projektbeschreibung an folgenden Kriterien orientieren:

  • Steigerung der Aufenthaltsqualität und Nutzbarkeit von Stadtteil- und Ortszentren

  • Beitrag zur Klimaresilienz von Stadtteil- und Ortszentren

  • Verbesserung der nahmobilitätsfreundlichen Erreichbarkeit von Stadtteil- und Ortszentren

  • Beitrag zur Stärkung von Sharing- und stadtverträglichen Logistiklösungen

  • Innovationsgrad bzw. Modellhaftigkeit und Übertragbarkeit des Projekts

  • Zielorientierter Einsatz unterschiedlicher prozessbegleitender Instrumente und Maßnahmen, z.B. Reallabor, Verkehrsversuch

  • Hohe Verfahrensqualität durch Einbeziehung aller wesentlichen Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, auch durch innovative Ansätze bei der (Online- )Partizipation

  • Integration in übergeordnete Stadtentwicklungs- und Mobilitätsstrategien

  • Möglichkeiten der Erfolgskontrolle

Bewerbungsfrist: 15.07.2022, die einzureichenden Unterlagen müssen bis 12:00 Uhr in der SRL-Geschäftsstelle - Schrammstr. 8, 10715 Berlin - eingegangen sein.  
(Die Frist wurde bis zum 30. September 2022 verlängert.)

Flyer

Pressemitteilung