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Jahrzehnte lang war die Verkehrsplanung durch eine starke Autozentrierung dominiert, die unsere Städte nachhaltig geprägt hat. Dabei hatten die anderen Verkehrsteilnehmenden – Fußverkehr, Radverkehr und ÖPNV – das Nachsehen. An den Folgen dieser autogerechten Planung, die noch über Generationen das städtische Leben prägen werden, lässt sich die enge Verzahnung von Verkehrsplanung und Stadtentwicklung erkennen. 

Die immer stärker in unseren Breitengraden spürbaren Folgen des Klimawandels und der Wunsch nach einer gerechteren Planung für alle Verkehrsträger fordern ein Umdenken. Erste vereinzelte Best-Practice-Beispiele deuten eine zaghafte Trendwende an. Ein prominentes Beispiel sind die Pop-up-Radwege, die während des ersten Lockdowns der Corona-Pandemie u.a. in Berlin entstanden sind. Von einem Tag auf den anderen wurde dem Fahrradverkehr genau so viel Platz wie dem motorisierten Individualverkehr eingeräumt, nämliche eine gesamte Fahrbahn. Mit der sinkenden Zahl an PKW-Besitzer:innen in Städten sinkt auch die Akzeptanz, dass der ohnehin knapper werde öffentliche Raum als Parkraum genutzt wird. Doch zur geglückten Verkehrswende braucht es mehr als hier und da ein temporärer eingerichteter Radweg oder umgenutzter Parkplatz, das Stichwort lautet „Flächengerechtigkeit“.

Als Berufsverband begleitet die SRL bereits seit vielen Jahren den Diskurs, wie das Leitbild der „lebenswerten Stadt“ das Leitbild der „autogerechten Stadt“ ablösen kann. Da wir uns noch sehr am Anfang dieser Entwicklung befinden möchten wir die Fachwelt herzlich zum Weiterdiskutieren in unseren verschiedenen Foren (Forschungsgruppen, Arbeitsgemeinschaften und Veranstaltungen) einladen. 

Deutscher Verkehrsplanungspreis 2026: 
KLIMARESILIENTE STRASSENRÄUME UND PLÄTZE FÜR ALLE

Bereits zum neunten Mal vergibt die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) gemeinsam mit dem ökologischen Verkehrsclub VCD den Deutschen Verkehrsplanungspreis. Die Preisverleihung findet am 6. November 2026 in Bonn statt. Die Organisatoren fördern damit eine interdisziplinäre und integrierte Planungskultur auf kommunaler Ebene. Der Preis wird vom Deutschen Städtetag unterstützt.

In diesem Jahr zeichnet der Verkehrsplanungspreis Projekte aus, die innovative Lösungsansätze bei der Bewältigung einer der zentralen Herausforderungen für die Zukunftsfähigkeit der Städte und Gemeinden entwickelt haben: Wie können Kommunen Straßenräume und Plätze so gestalten, dass sie trotz vielfältiger funktionaler Anforderungen und begrenzter Flächenverfügbarkeit auch den Notwendigkeiten von Klimaanpassung und Mobilitätswende gerecht werden?

Zunehmende Flächen- und Nutzungskonkurrenzen in den Städten erfordern im Zuge der kommunalen Verkehrswende insbesondere für den Fuß- und Radverkehr ausreichend Platz für sichere Wege und Flächen für angenehmen Aufenthalt. Doch auch der ÖPNV und das Auto haben Flächenansprüche, die bei einem geänderten Verkehrsverhalten zumindest teilweise bestehen bleiben. Eingereicht werden können bereits realisierte Projekte und Verkehrsversuche aus den Jahren 2020 bis 2025. Die Einreichungsfrist endet am 1. Juni 2026. Kriterien für die Bewertung sind gute Funktionalität für alle Verkehrsarten, mehr Flächengerechtigkeit, generationenübergreifende Aufenthaltsqualität, freiraumplanerische und gestalterische Qualität, gute Integration in den räumlichen Kontext und ein gelungener Aushandlungsprozess zwischen den unterschiedlichen Interessen und Anforderungen.

Mehr Informationen zur Auslobung finden Sie im Flyer zur Auslobung.

Auslobungsflyer
[Wickelfalz]

Auslobungsflyer
[Leserichtung fortlaufend]

Bewerbungsfrist: Montag, 1. Juni 2026, 12.00 Uhr

Die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) ist der Berufsverband aller in der räumlichen Planung Tätigen und ein interdisziplinäres Netzwerk, das integriertes räumliches Planen fördert. Die Fachgruppe Forum Mensch und Verkehr der SRL versteht sich als Zusammenschluss aller, die die Integration von Verkehrs- und Stadtplanung vorantreiben und einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilitätsentwicklung leisten.

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband mit über 50 000 Mitgliedern. Er engagiert sich für eine umwelt- und sozialverträgliche, sichere und gesunde Mobilität und setzt sich aktiv für die Umsetzung der Verkehrswende in Deutschland ein.

Ansprechpartner:
Guido Spohr, SRL-Geschäftsführer, spohr@srl.de
Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) e.V., 
Schrammstr. 8 • 10715 Berlin • Fon 030 / 27 87 46 80 • info@srl.de • www.srl.de

 

Pressemitteilung

Verkehrsplanungspreis

Ob die Verkehrswende gelingt, hängt nicht nur an der Politik. Auch die Verkehrsplanung von Städten und Gemeinden spielt eine große Rolle: Die Verwaltungen können Fußwegen mehr Platz geben und bessere Überwege bauen. Sie können Fahrradwege verbreitern und Fahrradstraßen einrichten. Und sie können Plätze begrünen, die bislang dem Autoverkehr vorbehalten waren.

Verkehrsplanungspreis

am 10.10.24 von 13:00 - 18:30 Uhr

Thema des VPP 2024: "Lebenswerte Straßenräume durch angepasste Geschwindigkeiten"

Verkehrsplanungspreis

Die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) und der ökologische Verkehrsclub VCD loben erneut den Deutschen Verkehrsplanungspreis aus. Im Fokus steht diesmal das Thema „Lebenswerte Straßenräume durch angepasste Geschwindigkeiten“. Einreichungsfrist: 31. Mai 2024.

RG Bayern

Quartier Lagarde, Bamberg: Innovation in Mobilität und Energie am 20.10.2023

Impressionen

SRL Positionen

Susanne Jahn, SRL-Vorsitzende, für den SRL-Vorstand, 06.10.2023

SRL Positionen

Susanne Jahn, SRL-Vorsitzende, für den SRL-Vorstand, 06.10.2023

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